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| 25 Jahre Aids-Hilfe Schweiz |
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| Geschrieben von: Daniel Frey |
| Donnerstag, 01. Juli 2010 um 10:44 |
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HIV/Aids und die betroffenen Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Das Drama der Betroffenen findet heute im Versteckten statt.
Vor genau 25 Jahren trat die Aids-Hilfe Schweiz erstmals an die Öffentlichkeit. Vieles hat sich seither verändert: HIV wandelte sich von einer tödlichen Krankheit zu einer chronischen Infektion. Doch einiges ist geblieben: Noch immer bietet das Kondom den besten Schutz vor einer HIV-Übertragung. Und HIV-positive Menschen sind heute mehr denn je auf die Solidarität ihrer Mitmenschen angewiesen. HIV/Aids war vor 25 Jahren ein Schreckgespenst; junge Menschen starben. Bilder von Aidskranken im Endstadium schockierten die Bevölkerung. Man wusste noch sehr wenig über Ansteckungswege und den Krankheitsverlauf. Die Sexualität erlebte einen massiven Einschnitt. "Sex ohne Gummi" wurde plötzlich zu einer Art russisches Roulette. Damals fiel der Startschuss für die Gründung der Aids-Hilfe Schweiz (AHS). AHS-Gründung: Emotionale Pressekonferenz "Ich bin 50, homosexuell. Und ich habe Aids". Mit diesem Paukenschlag eröffnete der bekannte Medienmann André Ratti und frisch gewählte Präsident der Aids-Hilfe Schweiz vor 25 Jahren die Pressekonferenz. Die Situation in den 80er Jahren war dramatisch, die Angst und Verunsicherung gross. Es herrschte ein grosser Informationsbedarf: Ist küssen ansteckend? Kann ich einem HIV-positiven Menschen die Hand geben? Die Aids-Hilfe Schweiz klärte die Bevölkerung über Ansteckungswege auf, zeigte, wie man sich vor HIV schützen kann und rief zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Und heute? Dramen im Versteckten Doch wie ist die Situation 2010? HIV gerät heute leicht in Vergessenheit. Das darf nicht sein: Denn weder eine Impfung noch eine Heilung von HIV sind in Sicht. Und jede neue junge Generation muss über HIV/Aids und weitere sexuell übertragbare Krankheiten Bescheid wissen. Aktuell leben rund 25'000 Menschen mit HIV in der Schweiz. Täglich werden zwei neue Infektionen festgestellt. HIV-positiv zu sein heisst, mit einer chronischen Krankheit zu leben und lebenslang Medikamente einzunehmen. Mit unbekannten Spätfolgen. Leben mit dem Virus - Diskriminierung gehört dazu Hatten HIV-positive Menschen vor 25 Jahren den Tod vor Augen, können sie heute mit dem Virus leben. Viele HIV-positive Menschen sind gut integriert und die meisten gehen einer Erwerbsarbeit nach. Das bringt neue Probleme mit sich, denn Betroffene werden in fast allen Lebensbereichen diskriminiert. So können HIV-positive Menschen beispielsweise keine Lebensversicherung abschliessen und damit keinen Kredit aufnehmen. Das eigene Haus oder die berufliche Selbstständigkeit bleiben für viele ein Traum. |
Schwugenda
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