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Nachrichten aus der schwulesbischen Welt ...

Schwulesbische Spiele in Köln Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Samstag, 31. Juli 2010 um 23:22

25'000 Menschen verfolgten das grandiose Programm nach dem Einmarsch der 10'000 Sportlerinnen und Sportler. Nachdem der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle die VIII. Gay Games Cologne 2010 für eröffnet erklärte, spulte sich ein eindrucksvolles Eröffnungsprogramm ab.

Ganz nach olympischem Vorbild feierten die Sportlerinnen und Sportler aus 70 Nationen beim Einzug der Nationen den Start der Spiele unter der Regenbogenfahne mit einer farbenfrohe Choreographie und den Auftritten der Sängerinnen Taylor Dane und Agnes. Schliesslich wurde auch die Flamme der "Gay Games" entzündet.

Als Schirmherr der Veranstaltung sprach Deutschlands schwuler Aussenminister Guido Westerwelle die Eröffnungsrede. "Wir fragen nicht nach Privilegien, wir fragen nach Respekt", betonte Westerwelle den gesellschaftlichen Anspruch der Veranstaltung. Die Gay Games verstehen sich schliesslich auch als Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben weltweit.

 
News von Timm Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Samstag, 31. Juli 2010 um 22:31

Ende 2008 ging mit Timm der erste deutsprachige Sender für schwule Männer auf Sendung. Doch schon vor einigen Wochen musste der Betreiber des Senders Insolvenz beantragen. Gibt es noch eine Zukunft für den Sender?

Im August soll nun endgültig entschieden werden, ob und wie es mit dem schwulen Sender weiter gehen soll. Dann werden Gläubiger und Interessenten darüber beraten, ob Timm in einen Pay-TV-Sender umgewandelt werden soll.

Bereits im letzten Februar wurde die Verbreitung via Satellit und diversen Kabelnetze - beispielsweise via Cablecom in der Schweiz - eingestellt. Auch über Zattoo ist der Sender seit einiger Zeit nicht mehr zu empfangen. Wer Timm noch sehen kann, sieht lediglich ein Notprogramm, bestehend aus alten Inhalten.

 
Im Prinzip friedlich Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Sonntag, 18. Juli 2010 um 17:25

Die Parade der diesjährigen EuroPride in der polnischen Hauptstadt Warschau war kaum gestartet, als die ersten Eier, Flaschen und Rauchbomben in Richtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer flogen. Sogar mit Weihwasser wurden die Marschierenden besprengt. Und auf Transparenten war u.a. zu lesen: "Sodomie hat keine Zukunft".

Homosexualität ist in Polen noch immer ein Tabu. Welchen Riesenschritt aber gerade Warschau in den letzten Jahren gemacht hat, fiel am Samstag wieder auf. Schaulustige Familien mit Kindern hatten sich nicht nur entlang der Marschroute aufgestellt, viele liefen gleich in dem fröhlichen Zug mit. Noch vor fünf Jahren wurde der CSD in Warschau vom damaligen Bürgermeister verboten, eine Gegendemonstration aber bewilligt.

Im Vorfeld der EuroPride wurden fünf Gegendemonstrationen angemeldet. Und so wurde der Umzug durch die Innenstadt von 2000 Bereitschaftspolizisten beschützt. Die Polizei bestätigte die Festnahme von acht rechtsradikalen Gegendemonstranten. Ein Polizist wurde bei Auseinandersetzungen mit Neofaschisten schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Rechtsradikale und Neonazis veranstalteten einen Marsch zur Förderung der "nationalen Ehre". Und Teilnehmer des "Marsches zur Verteidigung der christlichen Wurzeln Europas" verteilten Bibeln.

Doch die Marschierenden der Pride liessen sich von den Gegendemonstranten nicht irritieren. Begleitet von lauter Musik zogen sie bei Temperaturen von mehr als 35 Grad zum mehrere Kilometer entfernten Verfassungsplatz und forderten so vor allem die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Ausser der Linken ist in Polen keine politische Kraft zu Zugeständnissen in dieser Frage bereit.

Beteiligung aus der Schweiz

Aus der Schweiz hat an der EuroPride u.a. auch eine Delegation von Amnesty International teilgenommen. Tobias Mäder schreibt auf der Website von Queeramnesty, dass die Pride trotz den Gegendemonstrationen "ein Riesenerfolg" war. Zudem habe es die Pride "geschafft, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen, jetzt sei das Fundament für einen aktiven Dialog über LGBTIQ-Rechte gelegt".

>Gegendemos in Warschau angekündigt

 
Gegendemos in Warschau angekündigt Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Freitag, 16. Juli 2010 um 22:34

Morgen Samstag findet in Warschau die erste EuroPride in Osteuropa statt - vermutlich nicht ohne Probleme: Insgesamt sind fünf Gegendemonstrationen geplant.

Die von nationalistischen und ultrakatholischen Gruppen geplanten Demonstrationen tragen Titel wie "Protest gegen die Beleidigung religiöser Gefühle und Propaganda für unmoralisches Verhalten" und "Demonstration gegen die Werbung für Perversionen".

Wie erfolgreich diese Demonstrationen sein werden, ist noch unklar. Eine polnische Zeitung schätzt, dass die Gegenveranstaltungen zusammen rund 1000 Teilnehmer haben würden. Für die EuroPride werden rund 20'000 Menschen erwartet ...

Allerdings sind die Gegner stark: 55'000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift bei der Stadtverwaltung gegen die Genehmigung des Umzugs demonstriert. Die Parade stelle eine "Gefahr für die öffentliche Moral" dar, heisst es im Text zur Unterschriftenaktion. Die Initiatoren erklären in dem Begleitschreiben auch, Homosexualität sei eine Krankheit, mit der sich Kinder infizieren könnten.

 
Argentinien führt "Homo-Ehe" ein Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Freitag, 16. Juli 2010 um 17:16

Trotzdem sich die katholischer Kirche heftig wehrte: Argentinien legalisiert als erstes Land Lateinamerikas die gleichgeschlechtliche Ehe. Lesben und Schwule sprechen von einem "historischen Tag". Nach einer 14-stündigen Sitzung billigte der Senat ein entsprechendes Gesetz. Das Abgeordnetenhaus hatte schon im Mai zugestimmt.

Besonders die katholische Kirche lief Sturm gegen diese Entscheidung. Tage zuvor hatten sich Schätzungen zufolge etwa 50'000 Menschen an einer Protestkundgebung vor dem Parlament in der Hauptstadt Buenos Aires beteiligt.